Lehrer André Bien (Mitte links) und Christopher Gruber (rechts daneben) im Austauch beim Netzwerktreffen in der Handwerkskammer Hannover.
NetzwerktreffenSchulen und Betriebe im Austausch
Hannover.- (ve) Was fehlt den Schulen an Angeboten zur Berufsorientierung? Welche Formate nutzen sie bereits – und wo kann die Handwerkskammer Hannover noch unterstützen? Über diese und weitere Fragen tauschten sich rund 35 Handwerksbetriebe sowie Vertreterinnen und Vertreter von Schulen beim „Netzwerktreffen – Ausbildung im Handwerk“ in der Handwerkskammer Hannover aus.
Das Team Nachwuchsgewinnung der Handwerkskammer Hannover stellte verschiedene Beratungs- und Berufsorientierungsangebote vor, darunter die Praktikums- und Lehrstellenbörse, das Azubi-Speed-Dating, die Ausbildungsbotschafter im Handwerk, Betriebserkundungen sowie die Lernsoftware MeisterPower. Im Anschluss wurden die Angebote gemeinsam diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.
Susanne Hoppe von der Elektro-Service Hannover GmbH und Jan van Führen von der Hanebutt GmbH im Gespräch.
Für Susanne Hoppe von der Elektro-Service Hannover GmbH war es die erste Teilnahme an dem Netzwerktreffen – und sie zeigte sich begeistert von dem Format: „Solche Austauschmöglichkeiten zwischen Schulen und Betrieben müsste es viel häufiger geben“, sagt sie. „Das Thema Ausbildung betrifft uns alle. Am besten findet man gemeinsam Wege, wie sich Berufsorientierung und Ausbildung noch besser miteinander verbinden lassen.“
Auch Christopher Gruber und André Bien vom Gymnasium Lehrte nahmen erstmals an dem Netzwerktreffen teil und konnten zahlreiche Impulse für ihre Arbeit in der Berufsorientierung mitnehmen. „Für unsere Schülerinnen und Schüler sind derzeit besonders duale Studiengänge interessant. Deshalb ist das triale Studium ein Angebot, über das wir gerne informieren“, sagt Gymnasiallehrer André Bien. „Auch das Thema Praktikum im Handwerk werden wir noch einmal genauer in den Blick nehmen“, ergänzt sein Kollege Christopher Gruber. „Bei einem Praktikum im Handwerk kann man eben richtig mit anpacken – das ist in vielen anderen Berufen nicht immer möglich.“
Für fachlichen Input sorgten Michael Huwald, Geschäftsführer der Elektro Rieger GmbH, sowie Jan van Führen von der Hanebutt GmbH. In ihren Vorträgen betonten sie, wie wichtig es sei, Angebote zur Berufsorientierung zu schaffen und Kooperationen mit Schulen in der Region aufzubauen. Dies sei ein wichtiger Weg, um Auszubildende zu gewinnen und langfristig Fachkräfte für den Betrieb zu sichern. „Wir bieten Schulpraktika und Langzeitpraktika an, gehen in Schulen und stellen dort unseren Betrieb und unsere Ausbildungsberufe vor“, berichtet Michael Huwald. „So stehen wir regelmäßig mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt – und erhalten auch immer wieder Bewerbungen für eine Ausbildung.“
Jan van Führen, pädagogische Fachkraft bei der Hanebutt GmbH, betonte zudem, wie wichtig eine intensive Betreuung der Auszubildenden sei, um Motivation, Wertschätzung und langfristigen Ausbildungserfolg sicherzustellen. Dafür hat der Betrieb ein eigenes Team zusammengestellt, das sich gezielt um die Auszubildenden kümmert. „Wir unterstützen unter anderem bei Problemen während der Ausbildung, bei der Vorbereitung auf die Gesellenprüfung und bieten Sprachförderung für diejenigen an, die sie benötigen“, so van Führen.
Das Netzwerktreffen im März zeigte einmal mehr, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen Schulen, Betrieben und der Handwerkskammer ist, um gemeinsam junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. (09.03.2026)
Das nächste Austauschformat findet im Herbst 2026 statt.
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